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Von Axel Schmidt an Timo Kuchenbuch – ein Kommentar unter der Videoserie.

Hallo Timo,

die Angst vor Ablehnung gehört zu den größten „Erfolgsverhinderen“. Vordergründig. Doch was steckt dahinter? Bzw. wie kommt die zustande?

Nehmen wir ein Beispiel aus der Praxis: wenn ein begeisterter Fan von BVB Dortmund auf einen Fan „glühenden“ Fan von Schalke 04 trifft, fliegen oft die Fetzen. Häufig mit verbalen Ausdrücken unterhalb der Gürtellinie. Keiner von beiden wäre in der Lage, mit Argumenten den Anderen zum FAN seines Vereins zu machen.

Bei diesen Diskussionen ist nicht nur massive Ablehnung „im Spiel“, sondern in vielen Fällen „Verachtung“. Der Grad der Ablehung ist bei dem Aufeindertreffen eingefleischter Fussball Fans um ein Vielfaches höher, als im Network Marketing. Doch würde das einen von beiden dazu veranlassen, seine „Überzeugung“ aufzugeben. Definitiv nicht.

Woran liegt es, dass diese massive Ablehnung nicht zur „Aufgabe der Überzeugung“ führt und den Verein oder die Sportart zu wechseln?

Die signifikantesten Unterschiede sind,

  • der Grad der Überzeugung des Fußball Fans, die über viele Jahre gewachsen ist.
  • das Anhören einer großen Gruppe (Verein/Fans), die durch die Popularitäts dieses Sports gesellschaftlich anerkannt ist.
  • die Möglichkeit, sich in dieser Masse zu „verstecken“.

Der Nachteil für den Fußball Fan ist, dass er sich für die Erfolge, die die Fussballmannschaft erzielt, überhaupt nichts kaufen kann. Ganz im Gegenteil. Die Bereitschaft, diese Mannschaft und deren Idole, auf Schritt-und-Tritt zu begleiten, ist mit hohen Kosten verbunden. Ohne Aussicht auf persönliche Anerkennung oder eine „Umsatzbeteiligung“ an der positiven Entwicklung des Vereins.

Wie sieht es bei den Networkern aus?

  • der Grad der Überzeugung ist, besonders bei „Neusteigern“, sehr gering. Es regiert ein zartes Pflänzchen mit dem Namen „Hoffnung“.
  • Network Marketing gehört (im Moment noch) eher in die Kategorie „unpopläre Randsportart“.
  • Ich kann mich nicht verstecken. Die Ablehung trifft nicht den „Verein“, sondern wird persönlich genommen.

Ich bin ein riesen Fan von Systemen, von automatisieren Abläufen etc. Daher freue mich auf dein System.

Systeme helfen

  • Zeit zu sparen,
  • mehr Kontakte in kürzerer Zeit zu generieren,
  • Vorauswahlen zu treffen,
  • zu filtern
  • etc.

Jedes System kann aber nur so gut sein, wie die Person, die es betreibt.

Wenn also am Ende des Filterprozesses ein „Ich-will-mitmachen-Interessent“ auf Partner trifft, die nicht „all-in“ sind, also nicht 100% überzeugt sind, wird sie dann einsteigen?

Was können wir gemeinsam tun (jeder in seinem „Verein“), um diese Situation zu verändern?
Aus meiner Sicht gibt es Fülle von Massnahmen. Da die Ausführungen hier den Rahmen sprengen würden (habe ja jetzt schon wieder mehr als 2 Sätze geschrieben 🙂 ) beschränke ich mich auf zwei Vorschläge, alles weitere schreibe ich auf meinem Blog:

  • positive Reportagen und Berichte über die Branche oder noch so kleine Erfolge
  • professionelles Auftreten

Der mit Abstand wichtigste Punkt ist:
das Unterlassen überzogener Marketingsprüche und das damit verbundene „Wecken von falschen, unrealistischen Erwartungen“.

Damit werden Neueinsteiger nur geködert und ins System „gekauft“. Das Scheitern ist vorprogrammiert.
Ich habe noch keine Werbung von z.B. einem Frisör gesehen, der geschrieben hat: „werde in einer Woche zum Männermagnet mit der Frisur von……“

Deine Videos werden mittlerweile von mehreren Hundert Personen verfolgt. Was würde passieren, wenn jeder von uns heute einen positiven, ehrlichen und respektvollen Beitrag auf Facebook oder einem Blog über die Branche, andere Personen, oder zum Beispiel über Deine Video Serie veröffentlichen würde?

Viele Grüße
Axel Schmidt
http://axelschmidt.biz

3 Kommentare

  1. Birgit Jonsdotter

    Hallo Axel, ich durfte Dich gestern kennenlernen und habe einen tollen Vortrag zum Thema Social Media gehört. Aktuelles Thema mit Fakten, Lebendigkeit und viel Spaß verpackt. Nun stöbere ich auf Deiner Seite und habe diesen Artikel gelesen, der mich zu 100 % trifft. Ängste aufspüren und bewusst machen heißt sie zu bearbeiten und im besten Fall so gering wie möglich zu haltenhalten, bis sie irgendwann verschwunden sind. Vielen Dank!

    Antworten
  2. Elisabeth Baroud

    Lieber Axel, weil mein ins Handy geklopfter Text am Ende verschwunden ist, versuche ich es nun noch einmal am Laptop …
    Das Beispiel aus der Fußballwelt ist genial!
    Obwohl wir es im Kopf wissen, trifft uns das eine oder andere NEIN persönlich. Und dass das mit mir zu tun hat, weiß ich auch, doch manchmal tut die Ablehnung weh und verursacht ein großes Unbehagen in uns.
    „Viele Wege führen nach Rom“ lautet ein bekanntes Sprichwort. Ich hätte nie gedacht, dass ich über MLM meine inneren Blockaden angehe und bereit bin, sie aufzulösen. Also eine Reise für meine Persönlichkeitsentwicklung.
    Ein aktuelles Beispiel aus meinem Umfeld, warum ich meine, dass …
    Wie soll es einen jugendlichen IT-Techniker damit gehen, wenn er mehrere 100 Bewerbungen nach seinem absolvierten Zivildienst im Sozialbereich und abgeschlossener Lehre schreibt und doch über mehrere Monate keinen passenden Job findet?
    Die einen schreiben erst gar nicht zurück, die anderen täuschen falsche Begründungen vor und die dritten erteilen eine forsche Zurückweisung (nicht ausreichend qualifiziert, mangelnde Berufserfahrung, nicht in unser Team passend …
    Und das soll nichts mit den jungen Menschen machen?
    Als ausgebildete Volkswirtin kann ich Arbeitsmarktstatistiken rasch analysieren, verstehe auseinander klaffende Bedürfnisse von Angebot und Nachfrage, könnte als langjährige Lehrerin im berufsbildenden Schulwesen förderliche von hemmenden Qualifizierungs- und Coachingmaßnahmen von Partnerbetrieben des Arbeitsmarktservices unterscheiden, ebenso die passenden Praxismöglichkeiten, die Jugendlichen in dieser Phase angeboten werden.
    Hinter all den Zahlen und Statistiken stehen Menschenschicksale!
    Dem Jugendlichen fehlen die Zusammenhänge, der Überblick und allmählich auch der Mut, sich immer wieder dieser „schmerzlich empfundenen“ Prozedur zu unterwerfen.
    Meine Frage: Wäre da nicht ein offenes, freundliches Team im MLM eine bessere Variante, um zu lernen?
    Die Verantwortung ist groß und die Methoden müssen teilweise adaptiert werden, doch unmöglich wäre es nicht!
    Um ehrlich zu sein, Wiedereinsteiger/innen ginge es nicht viel besser.
    Ich war Zeit meines Lebens Pionierin in der Ausbildung von neuen Lernformen, allmählich sehe ich eine neue Aufgabe auf mich zukommen …
    Danke Axel für Deine „Entwicklungshilfe“ in mir!
    Hg aus Wien
    Elisabeth

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    • Axel Schmidt

      Liebe Elisabeth,
      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Da ich viele Jahre in Konzern- und / oder Firmenstrukturen gearbeitet habe, möchte ich Deine Frage mit einem klaren JA beantworten. Ich denke, dass Network Marketing in der heutigen Zeit, mit den heutigen Mitteln definitiv eine der besten Alternativen ist. Wichtig ist meines Erachtens dabei, dass hier genauso professionell gearbeitet wird wie im dem „traditionellen“ Bereich.

      Zudem gibt es ja auch die Möglichkeit der Kombination. In der Zeit in der ich 100 Bewerbungen schreibe und darauf warte, ob ich „genommen“ werde, kann ich schon längst mein kleines Unternehmen an der Start bringen und mich auf den Weg der Unabhängig (von der Gunst anderer) begeben.

      Viele Grüße
      Axel

      Antworten

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