Wenn Du Dein Warum kennst,

wird der Weg sich zeigen.

„Der sicherste Weg etwas Großes zu erreichen, sind viele kleine Schritte.“

Dieser Satz begleitet mich seit meinem 18.ten Lebensjahr. Damals hatte ich mein erstes kleines Geschäft und keine Ahnung, wie ich es aufbauen sollte.

Der Grund mit einem eigenen Geschäft zu starten war, dass ich mir mehr leisten wollte. Führerschein, ein Auto, Benzingeld, Skiurlaube mit der Jugendfreizeit.

Dahin zu kam ein tiefes, inneres Verlangen, von meinen Eltern finanziell unabhängig zu sein. Ich wollte nicht für jedes Extra, dass ich mir leisten wollte, meinen Vater fragen und womöglich noch Rechenschaft ablegen wieso, weshalb, warum.

So habe ich einfach angefangen ohne Marktanalyse,  ohne Strategie, ohne Plan, nur mit einem Ziel:

Mehr Unabhängigkeit und das Gefühl „der Freiheit“ durch eigenes Einkommen.

Schon nach kurzer Zeit ist mir aufgefallen, dass sich Dinge in Bewegung setzten. Ich war erstaunt. Mein KundenkreisMein erstes Auto war ein Opel Kadett B mit dem Kennzeichen MI-AS- hat sich um Menschen erweitert, die ich vorher nicht kannte.

Meine Umsätze stiegen und ich hatte nicht den geringsten Schimmer woran das lag. Doch ich kann mich genau daran erinnern, wie ich dachte: „Es geht Schritt-für-Schritt voran.“

Einige Zeit später habe ich mir mein erstes Auto gekauft und bar bezahlt: ein weißer Opel Kadett B, 12 Jahre alt, 65.000 km und scheckheftgepflegt. Kaufpreis: 450.- DM.

Das war der Startschuß für meinen Weg in den Bereich Vertrieb und Marketing.

Seit 25 Jahren arbeite ich nun im Vertrieb und Marketing. In dieser Zeit war ich für deutsche, britische und amerikanische Konzerne als Manager in Top Positionen im Vertrieb und Marketing tätig.

Meine Trainerausbildung habe ich in den Jahren 1999 – 2000 bei der Unternehmensberatung Birmelin absolviert. Im Anschluß gehörten Vertriebsleiter, Geschäftsführer und Vorstände mit dem Schwerpunkt Leadership und Rekruting zu meinen Kunden.

In den Jahren 2007 bis Anfang 2010 habe ich als Bereichleiter den Vertriebskanal „Kundenberater“ der 1&1 Internet AG geleitet. Seit 2009 bin ich Facebook Nutzer, seit 2012 führe ich Facebook Seminare in Deutschland und Spanien durch.

Meine Leidenschaft für Social Media Marketing ist im Juli 2011 auf dem Internet Bootcamp in London entstanden. Ich bin absolut fasziniert von Möglichkeiten, die durch den gezielten Einsatz von Social Media möglich ist.

Da ich als „Einzelkämpfer Unternehmer“ selbst vor der Frage gestanden habe, wie ich es bewerkstelligen kann, dass die Kunden auf mich zu komme und ich ihnen nicht herlaufen muss, entpuppte sich Social Media als die perfekte Lösung.

Heute setze mein Wissen und meine Erfahrung in eigenen Projekten um und gebe mein Wissen an Unternehmen und Selbstständige in Trainings und Coachings weiter.

Axel Schmidt
Der „Lebenslauf“ ist aufsteigend verfasst. Er beginnt 1959 – 5 Jahre vor meiner Geburt.

2014
Juni: Die Fanpage „Mein treuer Freund“ knackt die 5000er Marke

Aufgrund der steigenden Nachfrage, ob ich die Facebook Marketing Seminare auch online anbieten könnte, starte ich mit Webinaren. Als Anbieter entscheide ich mich für Edudip, nach dem ich diverses andere Anbiete ausprobiert habe.

Ein großer Vorteil von Edudip ist der Marktplatz. Dadurch habe ich Teilnehmer für meine Webinare bekommen, mit denen ich vorher nicht verknüpft war.

Des Weiteren überarbeiteten wir die Strategie einer Kollegin in Spanien. Das Ziel der Massnahme war es Kunden und Partner von Spanien aus in Kenia aufzubauen. Einen Tag nach dem Meeting hatte die Fanpage bereits 200 Likes in der Zielgruppe aus Kenia.

Oktober 2013
Das Projekt „Mein treuer Freund“ geht mit einer Fanpage an den Start.

Start der offenen Facebook Trainings Reihe: Fanpage Marketing für Selbständige

Erste Trainings in Deutschland und Spanien.

2012: Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Früher dachte ich, mit Abschluss meiner Lehre 1987 wären die Lehrjahre vorbei gewesen. Heute weiss ich: lernen hört nie auf. Lernen ist für mich zum Lebensinhalt geworden. Lernen bedeutet Wachstum. Dabei bin ich mehr als einmal an meine Grenzen gestossen.

Und jedes Mal hat sich die Frage gestellt. Aufgeben oder Durchbeißen. Aufgegeben habe ich immer dann, wenn ich festgestellt habe, dass mein Herz nicht bei der Sache war. Durchgebissen habe ich mich dann, wenn meine Intuition gesagt hat: „Das ist das, was ich will.“

2012 war ein Jahr mit großen Veränderungen und einer Menge Erfahrungen. Ein Jahr, das meine Geduld auf eine große Probe gestellt hat. Heute, im Dezember 2012 weiß ich: Es hat sich gelohnt.

2011:
Im Juli habe ich an einem Internet Training in London teilgenommen: dem Ultimate Internet Bootcamp (UIBC). Dieses Training war aus vielerlei Hinsicht etwas Aussergewöhnliches (alles – nur nicht gewöhnlich).

Insgesamt waren dort 532 weitere Teilnehmer anwesend. Jeder mit einem Laptop, Notebook, Mac etc bewaffnet. 5 Tage Intensiv Training von 8.00 – 22.oo Uhr.

Die Protagonisten hießen Alex Mandossian, André Lock, Chris Farell, Joe Soto und Eric Lingenfelter. Allesamt sind mit dem Verkauf von Informationsprodukten und Trainings übers das Internet, Millionäre geworden.

Als Chris Farell seine Geschichte erzählte, stocke mir der Atem. Nach einer Anlaufzeit von 2 Jahren und geringen Umsätzen, hat er 2010 1 Mio US$ Umsatz innerhalb von 24 Stunden generiert.

Glaubst du, dass man von solchen Menschen etwas lernen kann? Chris war früher Radio Sprecher in London und wohnt heute in Los Angeles. Ein sehr inspirierender Mensch.

Wenn Du etwas Neues erreichen willst, orientiere Dich an den Menschen, den diesen Weg bereits gegangen. Höre nicht auf diejenigen, die sagen:

„Das schaffst Du sowieso nicht!“

Am 3.10.2011 starte ich meine erste Fanpage.

Wer fliegt wird irgendwann auch fallen

2010

Endlich ICH! Version 2.0 – Auf ein Neues!

2009: Goodbye 1&1
Nach dem abzusehen war, dass sämtliche Ansätze und Ideen, sowie größter persönlicher Einsatz nicht zu den gewünschten Ergebnissen führten, habe ich im April 2009 meine Kündigung eingereicht.

 

Das ist mir nicht leicht gefallen. Doch als ich den Auftrag angenommen habe, habe ich gesagt, dass ich solange bleibe, wie ich das Gefühl habe, etwas ändern zu können. Das Gefühl hatte ich nicht mehr.

Dahinzu kam, dass der große persönliche Einsatz auch gesundheitlich seine Spuren hinterlassen hat.

Die Suche nach einem Nachfolger hat länger gedauert als geplant. Das führte dazu, dass ich weitere 9 Monate im Amt blieb. Ende Januar 2010 habe ich das Unternehmen verlassen und meine Selbstständigkeit wieder aufgenommen.

Zurück geblieben ist eine super Zeit in einer tollen Firma. Abschließend möchte ich anmerken, dass ich viele Verbraucher verstehen kann, die sich beschweren, weil sie sich mit den technischen Herausforderungen herum plagen.

Ich würde mir wünschen, dass die Menschen sehen könnten, mit welcher Leidenschaft in allen Abteilungen an den Qualitätszielen bei der 1&1 gearbeitet wird.

2008
Im Februar 2008 stand ein ganz besonderes Event an. Der Club der Besten wurde in die Firmenzentrale nach Montabaur eingeladen. Es war mir gelungen den Firmenchef dazu zu bewegen, sich mit den Top Verkäufern aus dem Vertrieb zusammen zu setzen.

 

Diese Art von Zusammenkünften waren nicht seine Sache. Aber er hat es gemacht. Wir waren alle bis
auf´s Äußerste gespannt, wie lange das Treffen dauern würde. Denn unseren Besten brannten einige kritische Fragen unter den Fingernägeln.

Aus einer „guten halbe Stunde“ wurden 2,5 Stunden und Herr Dommermuth hat allen Fragen Rede und Antwort gestanden. Unter allen Veranstaltungen die wir durchgeführt haben, gehörten diese Stunden sicher zu den Eindruckvollsten.

Am Ende der Veranstaltung hat mein Körper dann die STOPP Taste gedrückt. Nachdem der offizielle Teil des Events war beendet, da habe ich mich kurzerhand im Krankenhaus wiedergefunden. 10 Monate Vollgas führten zu einem „Sonderboxenstopp“. 7 Tage Zwangspause im Krankenhaus Dernbach.

Auch in dieser Situation hat sich die besondere Führungsqualität von „RD“ gezeigt. Welche Firmenchef setzt sich zu einem seiner Mitarbeiter ans Bett?

Im Juni 2008 stand das nächste Kundenberater Event an. In Bad Neuenahr konnten mein Team und ich für unsere Vertriebsmannschaft Vollzug melden. Wir hatten die besten Konditionen, die es für diesen Vertriebskanal je gab:

  • Aus 6 Monaten Storno wurde 0 Monate,
  • Marktmieten wurden erstattet,
  • Provisionen wurden erhöht,
  • Einführung von Bestandsprovisionen usw.

Dafür hatten wir gekämpft. Wir waren alle zutiefst überzeugt, dass jetzt die Post richtig abgeht und die Absätze durch die Decke gehen.

Weit gefehlt. Selbst die Top Konditionen haben nicht dazu geführt, dass die Kundenberater mehr Aufträge geschrieben haben. Ganz im Gegenteil. Es ist etwas eingetreten, dass ich nie im Leben für möglich gehalten hätte.

Viele der Kollegen haben die Gunst der Stunde genutzt und haben ihren Einsatz heruntergeschraubt. Sie haben jetzt mit weniger Aufwand, das gleiche Geld verdient. Hätte mir das einer vorher gesagt, ich hätte es nicht geglaubt.

Diese „Ent –Täuschung“ saß bei uns allen tief.

Dream Team
Ich wünsche jeder Führungskraft aus tiefstem Herzen, einmal im Leben die Erfahrung zu sammeln, mit solch´ einem Team zusammenarbeiten zu können, wie ich es erleben durfte.

 

Zu diesem Team gehörten:

  • Thomas, der Abteilungsleiter;
  • Marco – später Susanne, meine Assitstenten;
  • Susanne & Carolin, Marketing
  • Anna & Oliver K. Marketing,
  • Nico & Oliver P. Vertriebssteuerung,
  • Kenan & André P. Vertriebssteuerung
  • Hanno als Trainer,
  • sowie 10 Regionalleiter,
  • 30 Gebietsleiter
  • 2500 Kundenberater, davon in der Spitze 600 produktive Kundenberater.

Alles was ich in der Zeit erreicht habe, war ausschließlich nur durch die Unterstützung dieses Teams möglich. Die Voraussetzungen unter denen wir gestartet sind, waren alles andere als günstig. Argwohn und Misstrauen schlugen mir entgegen.

Ein Grossteil der Mannschaft stand kurz vor dem Absprung. Doch es gibt ein Mittel, dass stärker ist als Argwohn und Misstrauen. Ehrlichkeit, Offenheit und Vertrauen.

In wenigen Wochen ist es uns gelungen, zu einem „verschworenen Haufen“ zu werden. Wir haben die Karten offen auf den Tisch gelegt. Und wir haben unsere Spielregeln definiert.

Was dann folgte, war grossartig.

2007: 1&1
Im März 2007 erhielt ich einen Anruf eines Personalberaters aus Grünwald. Grundsätzlich war ich nicht offen für einen Wechsel in das Angestelltverhältnis. Ich hatte meine Erfahrungen ja bereits gesammelt. Doch zwei Dinge haben meine Aufmerksamkeit geweckt:

 

  1. Der Firmenname 1&1 und
  2. die in Aussicht gestellte enge Zusammenarbeit mit dem Firmengründer Ralph Dommermuth.

Ich habe mir gesagt: „von einem Menschen, der nur etwas älter ist als ich, aber dessen unternehmerischer Erfolg sich von meinen unterscheidet, wie der Erfolg eines Champion League Gewinners im Verhältnis zu einem Aufsteiger in die Bezirksliga, da kannst du nur lernen.“

Also bin ich nach Montabaur gefahren. Vom ersten Moment an, war es ein Gefühl der Freude. Auf der einen Seite hatte ich ja auch nichts zu verlieren, auf der anderen Seiten habe ich mich sehr auf das Gespräch mit „RD“ gefreut. An den „Job“ habe ich nicht gedacht.

Das erste Gespräch dauerte etwas länger als eine Stunde. Es war ein „distanziertes, aber nettes Abtasten“. Für mich hat es gereicht, um anschließend „Feuer und Flamme“ zu sein. Jetzt war ich doch plötzlich gespannt auf das Feedback. Es dauerte nicht lange und es kam zum zweiten Termin.

Im zweiten Gespräch haben wir dann verhandelt. Dabei hatte ich grossen Spaß und wenn ich mich nicht komplett irre, ging es „RD“, wie er im Unternehmen genannte wird, genauso. Wir haben unserer Bedingungen an eine Zusammenarbeit genannt. Meine waren ganz einfach:

1. Ich bleibe solange, wie ich das Gefühl habe, etwas bewegen zu können.

2. Ich bleibe solange, wie ich Spaß und Freude bei meiner Arbeit empfinde.

Ich bitte um Verständnis, dass ich hier nicht zu viel aus dem Nähkästchen plaudern möchte. Als Ergebnis können wir festhalten: 6 Wochen später war ich Bereichsleiter im Hause 1&1.

Die Zusammenarbeit mit Herrn Dommermuth gehört zu den wichtigsten und lehrreichsten Erfahrungen, die ich im Bereich Mitarbeiterführung gesammelt habe. Dafür bin ich sehr dankbar.

2006

Mein persönlicher Alptraum.

Es wäre auch zu schön gewesen, um wahr zu sein. Nach ca. 2 Jahren habe ich eine Veränderung festgestellt, die ich nicht stoppen konnte. Die Firma hat es komplett versäumt, wettbewerbsfähige Produkte für den deutschen Markt anzubieten. Inzwischen lief das Geschäft mit DSL auf Hochtouren, während wir mit Preselection unterwegs waren. Damit war kein Blumenpott mehr zu gewinnen.

Das bedeutete für mich, dass ich niemandem in Deutschland das Geschäft mit guten Gewissen vorstellen konnte. Ich habe 12 Monate mit mir gerungen und auf eine Wendung in der Produktpolitik gehofft.

Es folgte der Verkauf meiner Unternehmensanteile. Der sechsstellige Betrag, den ich erhalten habe, hat meine Enttäuschung nicht mildern können. Denn damit ist zu dem Zeitpunkt auch einer meiner größten Träume geplatzt.

Game over – Tschüss Traum!

2004
Mark Zuckerberg gründet Facebook. 7 Jahre später wird diese Entscheidung auch für mein Leben eine große Rolle spielen.

 

Ich lerne Tobias kennen. Aus gemeinsamen Trainings und Geschäftspräsentationen hat sich eine Freundschaft entwickelt, die noch bis heute Bestand hat. Tobias gehört m.E, zu den besten Trainern und Sprechern in Deutschland. Er ist ein besonderer Trainer, für mich ist er der beste „Entertrainer“ Deutschlands.

Wenn du noch nie in einem seiner Trainings warst, solltest du das unbedingt nachholen. Er versteht es wie kein Anderer, Trainingsinhalte mit Humor zu kombinieren. Spätestens nach 3 Minuten liege ich mit Bauchschmerzen (vor Lachen) in der Ecke. Und Lachen ist bekanntlich die beste Medizin.

Gemeinsam mit anderen Kollegen haben wir teilweise an 5 Tagen in der Woche Trainings in ganz Deutschland gegeben. Einer der Höhepunkte war sicher die ausverkaufte Stadthalle in Wuppertal, die mit 1400 Leuten besetzt war.

2003 – ACN
Die Trennung und die Scheidung im Jahr 2001 hat nicht nur finanziell ihre Spuren hinterlassen. Ich war kräftemäßig am Ende. Der Kopf war leer

 

Meine gesamten Reserven waren aufgebraucht. Es gab Tage, da wusste ich nicht, wie ich die nächste Tankfüllung bezahlen sollte. Heute würde ich das klassischen Burnout bezeichnen.

Dann trat ACN in mein Leben. Endlich hatte ich MEIN Ding gefunden. Das habe ich von der ersten Minute an gespürt. Mit dieser Firma wollte ich „alt“ werden.

Ich hatte mir meine Ziele gesetzt und das Geschäft ging ab wie eine Rakete. Innerhalb von 24 Monaten hatte ich mit meinen Partnern eine Vertriebsorganisation von mehr als 2000 Personen in 6 Ländern in Europa aufgebaut.

Das Jahresumsatz belief sich auf 7,2 Mio Euro. Daran hatte ich eine monatliche Umsatzbeteiliung. Das bedeutet, dass ich auch ein Einkommen hatte, wenn ich nicht gearbeitet habe. Denn die Menschen hören ja nicht auf zu telefonieren, nur weil ich im Urlaub bin. Herrlich.

Geld verdienen, wenn andere Leute telefonieren!

Die drei Buchstaben der Firma hätte ich mir auch auf die „Stirn“ tätowieren lassen. Comittment hoch 1o. Was ich in dieser Zeit gelernt habe, stellt alles andere in den Schatten.

Im Network Marketing kann man viel Geld verdienen. Ja, das stimmt. Der ebenso grosse Nutzen liegt aber in der persönlichen Weiterentwicklung und in der Art und Weise der Arbeit.

In dieser Branche hast Du nur Erfolg, wenn Du Dich auf die einkommensproduzierenden Tätigkeiten konzentrierst und wenn Du in der Lage bist, ehrlich und aufrichtig mit Menschen umzugehen.

2001
In der Realität angekommen. Der erste Auftrag und die erste Pleite. 45.000 Euro an Honorar nicht erhalten. Das war ein kräftiger Schluck aus der Pulle.

 

Bei zwei weiteren Aufträgen hatten sich die Zahlungen so weit heraus geschoben, dass ich das erste Mal kurz vor der Pleite stand. Das ist ein echt unangenehmes Gefühl. Das braucht kein Mensch.

2000

Die Konsequenz:

Ich bin ausgestiegen. Das war das Beste für beiden Seiten.  Dann folgte: Endlich ICH! Version 1.0

Nach den beiden letzten Erfahrungen hatte ich die Nase voll. Ich wollte selbständig sein. Da ist doch alles super, oder? Es hat nicht sehr lange gedauert, dass ich feststellen konnte, das auch die traditionelle Selbstständigkeit ihre Tücken hat.

Geld alleine macht nicht glücklich

1999 – in einer großen deutschen Stadt

Bereichsleiter für Fashion und Möbel und als Personalchef verantwortlich für mehr 250 Mitarbeiter eines regionalen Handelshauses in Berlin. Meine ursprüngliche Treffsicherheit in der Auswahl der Firmen hat sich ins Gegenteil verkehrt.

Die Jobs hörten sich zwar super an und das Jahreseinkommen belief sich auf einen sechstelligen Betrag mit einer 2 am Anfang, aber ich wurde mit jedem Tag unglücklicher.

Geld allein macht nicht glücklich.

Irgendetwas lief jetzt aber gründlich verkehrt. In diesem Unternehmen wurden die Mitarbeiter ausschließlich als Kostenstellen gesehen. Am letzten Tag der zweijährigen Probezeit wurden die Leute dann von heute auf morgen ohne Vorwarnung auf die Strasse gesetzt.

Das widersprach allem, was ich über Personalführung, Mitarbeiterorientierung und Mitarbeiterentwicklung gelernt hatte. Dieser Job war nun meiner. Herzlichen Glückwunsch Herr Personalchef Schmidt.

Bei mir tauchte der Verdacht auf, dass der Grund meiner Einstellung nicht meine berufliche Qualifikation war. Mehrmals wurde ich „so durch die Blume“ gebeten, die Konditionen, die ich im Rahmen meiner vorherigen Tätigkeit erhalten hatte, preiszugeben.

Mit diesem Wissen hätte der Firmenchef mein Jahresgehalt sehr schnell wieder drin gehabt. Als ich das abgelehnt habe, hat sich das Verhältnis zum meinem Chef von einem auf den anderen Tag erheblich abgekühlt. Komisch. Das war der Anfang vom Ende. Zum Glück.

In dem Jahr habe ich habe meine Trainer – Ausbilder begonnen.

1988 – Diagnose Hautkrebs

Die Nummer hat sich zu einem krassen Fiasko entwickelt. Als ich die Diagnose Hautkrebs erhielt war mir sofort klar, dass das ich etwas ändern muss. Jetzt sendete mein Körper schon Signale.

In den zwei Jahren habe an der eigenen Haut erlebt, was Mobbing, Neid, Missgunst auslösen können. Zusätzlich war ich schlecht auf die Aufgabe vorbereitet. Ich habe zwar durch massiven Arbeitseinsatz meine Kompetenzlücken schließen können, aber ich war keiner von denen.

Trotz allem hatte auch diese Erfahrung ihre positiven Aspekte.

„Schmidt, Du musst das Heft des Handelns in der Hand behalten!“

war der Lieblingsspruch des Geschäftsführers, dessen Aufgabe ich übernehmen sollte. Kurze Zeit später habe ich meine Kündigung eingereicht. Er war sehr überrascht. So hatte er das nicht gemeint.

1996:

Bis zu diesem Zeitpunkt verlief mein beruflicher Werdegang wie am Schnürchen. Ich wäre im Traum nicht darauf gekommen, dass das mal anderes sein könnte.

Warum auch? Ich habe immer mit Leidenschaft und vollem Einsatz meinen Job ausgeübt. Doch es sollte anders kommen. Die Kurve kennt auch eine andere Richtung.

1996 verlasse ich das Unternehmen in Hamburg. 4 Jahre im Hotel wohnen war genug. 4 Jahre nationales KAM ebenso. Ehrlich gesagt war ich es auch leid. Die Verhandlungen mit den Einkäufern waren sehr eintönig und von deren Seite sehr einfältig. Da kam nichts neues mehr.

Die Konditionsforderungen waren teilweise utopisch und entbehrten jeglicher Grundlage. Das hatte für mich nichts mehr mit einer partnerschaflichen Zusammenarbeit zu tun. Und ich hatte einen Weg gefunden, wie sie mich mit der Nummer nicht kriegen konnten. Der Reiz war weg.

Der nächste Schritt wäre internationales Key Account Management in London gewesen. Das hätte aber bedeutet, dass ich noch mehr von meiner Familie getrennt gewesen wäre. Der Preis war so schon hoch genug. Meine Ehe hatte massiv gelitten.

Da kam ein Anruf. Es ging um eine ganz andere Aufgabe: Mitglied der Geschäftsleitung eines dt. Familienunternehmens mit mehr als 1000 Mitarbeitern, direkt im Nachbarort. Uuuups! „Alter Schwede!“ habe ich mir gedacht.

Mal ganz davon abgesehen, dass es mir  mächtig geschmeichelt hat. Damit begann eine berufliche Talfahrt. Das hätte ich mir ersparen können, wenn ich auf mein Gefühl gehört hätte.

Vertraue Deinem Gefühl

Hätte, wenn und aber…..

Hätte ich nur die Finger davon gelassen. In die Firma habe ich überhaupt nicht hineinpasst. Die erste krasse berufliche Fehlentscheidung. Und die habe ich teuer bezahlt.

1994: Nationaler Key Account Manger

Übernahme der Handelszentralen Rewe und Tengelmann. Gesamtverantwortung 33 Mio DM. Das war etwas weniger als ein viertel des gesamten Jahresumsatzes der Company in Deutschland. Die Einkäufer in den Handelszentralen waren ziemlich ausgekochte Jungs. Und kam ich als Jung – Spunt daher.

Es folgten zwei intensive und geniale Jahre. Mir war vom ersten Moment an klar, dass ich mir etwas besonderes einfallen lassen musste, um gegen diese Einkäufer bestehen zu können. Und auch mit 28 Jahren – ohne Erfahrung im NKAM – für voll genommen zu werden.

Mit der Unterstützung meines Teams haben wir die komplexen Unternehmen bis in den letzten Winkel durchdrungen.

Dann kam der Tag, da konnte ich über die Unternehmen mehr Auskunft erteilen, als die Einkäufer selbst. Ich kannte jeden Ansprechpartner, jeden Entscheidungsträger in jeder Vertriebsschiene und jeden einzelnen Verkaufspreis pro Produkt pro Vertriebsschiene in ganz Deutschland. Das war eine unglaubliche Arbeit die Daten zu erheben und zu verarbeiten. Wir sind im Jahr 1994. Das sah es IT mäßig noch etwas anders aus.

Das Wissen hat mir aber Verhandlungsstärke und damit Macht verliehen. Von dem Zeitpunkt an, habe ich auf Augenhöhe den Einkäufern verhandelt und ich war jedes Mal besser informiert.

Ohne die Unterstützung meines Teams hätte ich diesen allerdings Schritt nicht geschafft. Danke an Carola, Sonja, Maria, Wolfgang und alle anderen die mitgeholfen haben.

1993:

6 Monate, nachdem ich in dem Unternehmen begonnen hatte, wird verkündet, dass der Firmensitz nach Hamburg verlegt wird. Kurz zuvor wurden die „antiken“ Büroräume, die mit Möbeln aus der Epoche „Gelsenkirchener Barock“ ausgestattet waren, komplett modernisiert. Und dann das.

Für die meisten der 96 Mitarbeiter war das ein Schock. Es war abzusehen, dass viele ihren sicher geglaubten Arbeitsplatz nicht behalten werden können.

1992:

Im April 1992 bin ich zu einem britischen Konzern gewechselt. Zu diesem Zeitpunkt war die Firma den meisten Menschen als Hoffmann´s Stärke Fabriken bekannt. Das sind die mit der Katze. Weltweit hat der Konzern damals ca. 7 Mrd. US$ an Umsatz gedreht.

Wie ich später erfahren habe, war ich einer der jüngsten nationaler Key Account Manager nicht nur im Konzern, sondern auch in der Branche.

Dieser Umstand hat spätestens in dem Moment Gewicht bekommen, wo ich Einkäufern gegenüber gesessen habe, die mal wieder meine Väter hätten sein können. Das war eine verdammt große Herausforderung, da doch einiges auf dem Spiel stand.

Für mich waren die nationalen Key Account Manager so eine Art „Halbgötter“. „Das schaffe ich nie!“ habe ich mich damals sagen hören. „Was die alles im Kopf haben müssen.“ Es folgte unglaublich spannende Zeit im meinem Berufsleben.

Der wichtigste Aspekt dabei war das Vertrauen, das ich vom Vorstand erhalten habe. Das hat mir den Rücken gestärkt.

1991:

Gebietsleiter

Erstmals Personalverantwortung für 11 Männer, wo denen die Hälfte meine Väter hätten sein können. Abgesehen davon, dass der Eine oder der Andere selbst auf den Job spekuliert hatte, haben die mich am Anfang nicht für voll genommen.

Hätte ich wahrscheinlich auch nicht. Und ich hatte nicht die leiste Ahnung, was Personalführung bedeutet. Ab ins kalte Wasser.

Ich habe mir einfach die Frage gestellt: „welcher Umgang würde mir am besten gefallen?“ Damit lag ich goldrichtig. In kurzer Zeit schaffte ich es, dass das Team „hinter mich“ zu bringen.

1990:

Nach zwei Jahren wurde ich zum Regionalen Key Account Manager befördert. Mit der mir übertragenen Verantwortung wuchs ich jeden Tag weiter in die Aufgabe hinein.

Auf einer Aussendiensttagung wird bekannt gegeben, dass die Mannschaftsstärke von 300 Aussendienstler auf 150 reduziert wird. Männer die jenseits der 50 waren und sich sicher im Job gefühlt haben, wurde quasi über Nacht der Teppich unter den Füßen weggezogen.

Welche unternehmerischen Belange auch dafür gesprochen haben mögen, dieser Tag hat auch mein Leben verändert, obwohl ich von den Entscheidungen nicht betroffen war.

Jeder fängt mal klein an

Mit 26 Jahren bin ich vom Handel in die Industrie gewechselt. Drei Jahre mit der Wischmaschine durch den Supermarkt düsen, Leergut Kisten auf dem Hof stapeln und Obst & Gemüse mit der Hand auswiegen („Darf´s noch etwas mehr sein…“) waren genug. Ich weiss nicht wie oft ich mich gefragt habe, wozu ich Abitur gemacht habe.

1984 – Herbst

Abi geschafft. Durchschnitt war zweitrangig, Hauptsache bestanden. Bis zum heutigen Tag hat sich niemand dafür interessiert, mit welchem Durchschnitt ich abgeschlossen habe. Ziel erreicht.

ERGEBNISSE ZÄHLEN – NICHT DER WEG DORTHIN!“

Doch wie geht´s jetzt weiter. Unter den Mitschülern gab es drei Lager: die Wichtigtuer, die jedem unaufgefordert mitgeteilt haben, was sie jetzt alles Tolles vorhaben, wo sie studieren bla,bla,bla.

Die Leisen, die sich bedeckt gehalten haben und die Unwissenden, die noch keine Ahnung hatten, wo die Reise hingehen sollte.

Mein erster Berufswunsch, an den ich mich erinnern kann, war NICHT Feuerwehrmann oder Polizist etc. Nein, mein erster Berufswunsch war: Pastor! Ja, du liest richtig. Das hat aber nicht das Geringste mit der Kirche oder meinem Glauben zu tun gehabt.

Als kleiner Junge fand ich es ziemlich cool, dass der „Mann in seiner schwarze Kutte“ oben auf der Kanzel stand und alle anderem ihm zugehört haben. Das hat mich fasziniert.

Ich bin zwar nicht Pastor geworden, doch so manches Mal bin ich wie Pater Leppich durch die Lande gezogen. Heute liebe ich es vor Menschen zu sprechen.

Zu welcher Kategorie gehörte ich? Richtig: Kategorie 3. Ich hatte keine Idee und keine Ziele. Das war ein schlimmes Gefühl. Da spürte ich das erste Mal die Zeit im Nacken. Alle Welt hat erzählt, wie schwierig es ist, einen Ausbildungsplatz zu bekommen usw. Und was tue ich in dem Alter? Ich glaube das natürlich.

„Hör nicht auf das was andere sagen – folge Deinem Gefühl!“

Studieren? Das war mir ehrlich gesagt zu gefährlich. Da ich in der Schule schon nicht der Fleißigste war, habe ich für´s Studium schwarz gesehen. Trotzdem hat sich der Gedanke bei mir breit gemacht, Sport zu studieren. Immerhin hatte ich Sport- und Bioleistungskurs und ein Lungenvolumen von 6,2 Litern.

Das hat dann ein „Gruss aus dem Universum verhindert“. Während eines Fussball Hallenturnieres bin ich umgeknickt. Obwohl der Knöchel schnell anschwoll und es auch ganz schön „gezwiebelt“ hat, bin ich nicht zum Arzt gefahren.

Immerhin hatte ich meine E-Jugend Fussball Mannschaft, zu mir nach Hause zur Weihnachtsfeier eingeladen. Der Partykeller war bereits geschmückt.

Eisbeutel drauf. Wird morgen schon besser sein.

Weit gefehlt! Die Matheklausur Montag morgen habe ich auch noch geschrieben. Aber danach war Schluss. Der Knöchel war mittlerweile so gross wie Handball und bläulich eingefärbt.

Der Arzt, den ich dann aufsuchte, hat nur mit dem Kopf geschüttel und mich sofort in die Sportklinik Hellersen überwiesen.

Einen Tag später lag ich unterm Messer: osteochrondral Fraktur im rechten Knöchel. Sportkarriere adé.

Wer weiss, wofür es gut war. Ich war ohnehin eher der Praktiker. Zu der Zeit als wir Abitur gemacht haben, hatte ich schon mein erstes Geschäft eröffnet. Da habe ich mehr Geld durch den Verkauf von Kleidung, Gürteln und Schuhen verdient, als später in meiner Lehre.

Irgendwie kam dann alles anders. Unser Nachbar war ein „hohes Tier“ bei der Edeka Minden. Das war mir bis zu dem Zeitpunkt weder bekannt, noch hatte es eine Bedeutung für mich.

Ich bin mit Dirk ab und zu joggen gegangen, weil er seine Managerpfunde los werden wollte. Letztlich war er es, der mir den Tipp gegeben hat, mich als Handelsfachwirt zu bewerben.

„WER KEINE EIGENE ZIELE HAT, ARBEITET IMMER FÜR DIE ZIELE ANDERER!“

Am 1.10. habe ich dann meine Lehre im Supermarkt begonnen und ich kann Ihnen sagen, dass war eine ziemlich Umstellung für einen freitsheitsliebenden Menschen wie mich.

Morgens um 7.00 Uhr den Laden aufschliessen und abends um halb acht raus. „Lehrjahre sind keine Herrenjahr“ – hallte der Satz meines Vaters durch meine Ohren.

Abitur – mit einem Jahr Verspätung. In der 10.ten Klasse drehe ich eine „Ehrenrunde“. Ich war nicht dumm. Ich war nur faul. Sagte meine Mutter. Das habe ich anders gesehen. Ich hatte einfach andere Prioritäten:

1. Fussball spielen 2. Meine Freundin

Die Reihenfolge hat sich später verändert.

Im Wiederholungsjahr hätte es mich beinahe noch mal erwischt. Das ich es doch noch geschafft habe, verdanke ich meinem Mathe- und Physiklehrer Herrn Frederking, der mich in einer Unterrichtsstunde angeraunzt hat: „Axel, Du schaffst das sowieso nicht!“

Ich habe eine ziemlich schlechte Figur vor der Tafel abgegeben. Ich war geschockt. Das Ding hat gesessen. Der Effekt war: „dem werde ich es schon zeigen!“ Später dämmert es mir, dass es seine Methode war, mich zu motivieren.

Auch wenn mir die Art und Weise nicht gefallen hat, so hat sie notwenigen Impulse ausgelöst, um Gas zu geben. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank lieber Herr Frederking, für den verbalen Arschtritt.

Skifahren in Obertauern. Die Freizeit war ab 14 Jahren ausgeschrieben, ich war erst 13. Meine Mutter hat mich zu der Adresse geschickt, wo der Leiter der Freizeit wohnte. Ich sollte da einfach mal klingeln. Fragen kostet ja nichts.

Das Bonanza Rad hatte ich mittlerweile gegen ein Rennrad eingetauscht. Damit bin ich dann zu der besagten Adresse gefahren. Geklingelt. Wer macht die Tür auf? Matthias, der Junge aus meiner Klasse in der Grundschule, den ich zwar nett fand, der aber nicht Fussballspielen konnte.

Sein Vater Klaus hat mich erstmal richtig unter die Lupe genommen. Als er zu mir sagte: „du bist aber erst 13 Jahre alt!“ habe ich geantwortet: „dann passe ich ja gut zu ihrem Sohn !“ Wer den Klaus kennt, weiss, dass er ziemlich streng gucken kann. Dann, nach einer gefühlten Unendlichkeit sagte er: Ok, versuchen wir´s!“

„Fragen kostet nichts – Wer nicht fragt hat schon ein NEIN!“

Matthias hatte noch einen älteren Bruder – Andi und eine ältere Schwester. Andreas war geistig behindert. Er war geistig auf dem Alter einen kleinen Jungen stehen geblieben.

Das hat unserem Zusammensein aber nicht geringsten Abbruch getan. Ganz in Gegenteil. Andi ist einer der witzigsten, lustigsten Menschen, den ich kennengelernt habe.

Wir drei haben uns dann in Obertauern ein Zimmer geteilt. Das war der Beginn meiner Freundschaft zu Matthias, die bis heute Bestand hat. Der ersten Skifreizeit in Obertauern folgten viele weitere. Obertauern wurde für einige Jahre meine „Ferien Wahlheimat“.

1974

Deutschland wird Weltmeister. Das ist einer dieser Tage, die man nie in seinem Leben vergißt. Ich denke jeder kennt diese Moment, diese ganz besonderen Tage.

In der Halbzeit und nach dem Spiel fahre ich mit meinem Bonanza Rad durch unsere Siedlung und bin das erste Mal bewusst von zwei Dingen fasziniert:

1. welche Emotionen diese wunderbare SPIEL bei Menschen auslöst.

2. diese merkwürdige Ruhe, wenn kein Mensch, kein Auto weit und breit zu sehen und zu hören ist – und das am hellichten Tag. (Autocorsos gab es damals noch nicht )

Das bedeutete für mich: vor der Schule Fussball spielen – in der Pause Fussball spielen – nach der Schule Fussball spielen – zu spät zum Essen kommen – Mama ist sauer (zu recht). Den „Elfmeter“ nehme ich gern in Kauf. Ich konnte (wollte) einfach nicht anders.

Ich bin den ganzen Tag hinter dieser runden Kugel her geflitzt. Die Schule war der ideale Platz, um jedem morgen meine Freunde zu treffen, mit denen ich Fussball spielen konnte.

In diesem Jahr lerne ich auch meinen besten Freund kennen, Matthias. Allerdings wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass er mein bester Freund für die mittlerweile mehr als 35 Jahre sein wird. Es ist schön einen Menschen an seiner Seite zu haben, dem man 100% vertraut.

1968

Eines abends kam mein Vater zu meinem Bruder und zu mir ins Zimmer. Er setzte sich zu uns auf die Bettkante und soweit ich mich erinnern kann, druckste er so ein bisschen rum. Ich verstand nur Bahnhof. Dann sagte er so etwas wie, wir würden noch Geschwistern bekommen. – Kurze Pause – „Papa, wo kommt der/die denn her?“…….

Unsere „kleine Schwester“ Anja kommt im August zur Welt. Der Wunsch meines Vaters hat sich doch noch eingestellt. Eine süsse Maus.

1964

Nachdem 1961 mein Bruder Lutz geboren wurde, sollte nun ein kleines Mädchen hinterher kommen. Das war der Wunsch meines Vaters. Der Name stand auch schon fest: Petra. Im Februar 1964 – ein Schaltjahr – werde ich in Minden / Westfalen geboren. Genau an dem Tag, an dem das Schaltjahr ein grosse Rolle spielt. Aber ich habe Glück gehabt. Ich war noch rechtzeitig vor Mitternacht da. Kleiner Schönheitsfehler – ich bin kein Mädchen 🙂

1959

Wo fange ich mit meiner Geschichte an? Ich habe mich entschlossen, dass meine persönliche Geschichte im Jahr 1959 beginnt. 5 Jahre vor meiner Geburt. In dem Jahr, in dem meine Eltern, Paul-Gerhard Schmidt und Monika Schmidt geheiratet haben. Die Ehe hält 48 Jahre. Bis zum Tod meines Vaters im Jahr 2007.

Schreib Mir!